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Wärmepumpen-Förderung 2026: Was seit 21. Juli für Berlin gilt

Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Konditionen für die KfW-Heizungsförderung. Hier erfahren Eigentümer in Berlin, welche Zuschüsse möglich sind, welche Reihenfolge beim Antrag zählt und welche Nachweise benötigt werden.

Mannhold Haustechnik
12 Min. Lesezeit
Beratung zur Wärmepumpen-Förderung 2026 in Berlin

Kurzantwort: Welche Wärmepumpen-Förderung gilt 2026 in Berlin?

Für bestehende Wohngebäude in Berlin gilt die bundesweite KfW-Heizungsförderung 458. Seit dem 21. Juli 2026 beträgt der Zuschuss für Privatpersonen je nach Voraussetzungen 30 bis höchstens 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Bei einem Einfamilienhaus werden derzeit maximal 28.000 Euro berücksichtigt. Damit liegt der rechnerisch höchste Zuschuss bei 22.400 Euro.

Die 80 Prozent sind kein pauschaler Fördersatz. Sie entstehen nur, wenn Grundförderung und persönliche Boni zusammenkommen und alle Voraussetzungen nachgewiesen werden. Maßgeblich sind unter anderem Eigentums- und Nutzungsverhältnisse, die auszutauschende Heizung, das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen sowie die technischen Anforderungen an die neue Anlage.

Stand dieses Beitrags: 14. Oktober 2026. Verbindlich sind immer die zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden KfW-Bedingungen. Einen Rechtsanspruch auf Förderung gibt es nicht.

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Was sich zum 21. Juli 2026 geändert hat

Die KfW hat die Bedingungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude zum 21. Juli 2026 angepasst. Für private Eigentümer sind vor allem vier Punkte wichtig:

  • Die Grundförderung beträgt 30 Prozent.
  • Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 16 Prozent und ist an den vorzeitigen Austausch bestimmter funktionstüchtiger Heizungen gebunden.
  • Der Einkommensbonus ist gestaffelt und kann 10, 30 oder 40 Prozent betragen.
  • Der gesamte Zuschuss ist auf 80 Prozent der förderfähigen Kosten begrenzt.
  • Technologiespezifische Bonusregeln wurden verändert. Entscheidend ist daher nicht, mit alten Fördersätzen zu rechnen, sondern das konkrete Vorhaben nach den seit dem 21. Juli geltenden Bedingungen zu prüfen.

    Die offiziellen Änderungen fasst die KfW zur Heizungsförderung zusammen. Details für private Wohngebäude stehen im KfW-Programm 458.

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    Förderbausteine und Obergrenzen

    Grundförderung: 30 Prozent

    Die Grundförderung betrifft den Kauf und Einbau einer förderfähigen Heizungsanlage in einem bestehenden Wohngebäude. Elektrisch angetriebene Wärmepumpen gehören zu den förderfähigen Technologien.

    Das Gebäude muss im Sinne der KfW als Bestand gelten. Der Bauantrag oder die Bauanzeige muss bei Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegen. Außerdem muss der Heizungstausch die technischen Mindestanforderungen erfüllen.

    Klimageschwindigkeitsbonus: 16 Prozent

    Selbstnutzende Eigentümer können den Bonus für ihre Haupt- oder alleinige Wohnsitz-Wohneinheit erhalten, wenn sie eine begünstigte, noch funktionstüchtige Heizung vorzeitig austauschen und fachgerecht demontieren lassen. Dazu zählen nach KfW unter anderem:

  • Öl- und Kohleheizungen
  • Gas-Etagenheizungen
  • Nachtspeicherheizungen
  • mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizungen
  • Der Bonus sinkt ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um vier Prozentpunkte. Für Anträge ab dem 1. August 2028 ist er nach der derzeitigen Regelung nicht mehr vorgesehen.

    Einkommensbonus: 10, 30 oder 40 Prozent

    Der Einkommensbonus gilt für selbstnutzende Eigentümer und richtet sich nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen:

    Zu versteuerndes HaushaltsjahreseinkommenEinkommensbonus
    bis 30.000 Euro40 %
    30.001 bis 40.000 Euro30 %
    40.001 bis 50.000 Euro10 %
    über 50.000 Eurokein Einkommensbonus

    Lebt mindestens ein kindergeldberechtigtes Kind unter 18 Jahren im Haushalt, erhöht sich die maßgebliche Einkommensgrenze einmalig um 10.000 Euro. Das ist kein zusätzlicher Geldzuschuss, sondern verändert die Einordnung in die Einkommensstufen.

    Maximal förderfähige Kosten

    Für ein Einfamilienhaus oder die erste Wohneinheit berücksichtigt die KfW derzeit bis zu 28.000 Euro. Bei Mehrfamilienhäusern kommen für die zweite bis sechste Wohneinheit jeweils bis zu 15.000 Euro und ab der siebten Wohneinheit jeweils bis zu 8.000 Euro hinzu.

    Ab dem 1. Februar 2027 sinkt der Höchstbetrag für die erste Wohneinheit nach aktueller KfW-Regelung halbjährlich um 750 Euro. Wer erst 2027 beantragt, sollte deshalb mit den dann gültigen Werten neu rechnen.

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    Voraussetzungen vor der Antragstellung

    Die Reihenfolge hat sich gegenüber älteren vereinfachten Ratgebern nicht auf den Satz „erst Antrag, dann Vertrag“ reduzieren lassen. Für den Zuschuss 458 gilt aktuell:

  • Das Gebäude, die Bestandsheizung und die geplante Wärmepumpe werden fachlich geprüft.
  • Ein Fachunternehmen oder ein zugelassener Energieeffizienz-Experte erstellt die Bestätigung zum Antrag (BzA).
  • Vor dem Antrag wird ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag geschlossen. Dieser Vertrag muss eine aufschiebende oder auflösende Bedingung zur KfW-Zusage enthalten und den voraussichtlichen Umsetzungszeitraum nennen.
  • Anschließend stellt der Eigentümer den Antrag im Portal „Meine KfW“.
  • Erst nach der Zusage beginnt die Umsetzung vor Ort.
  • Eine Förderbedingung darf nicht einfach nachträglich in einen bereits geschlossenen Vertrag eingefügt werden. Wer einen Vertrag ohne passende Bedingung unterschreibt oder mit den Arbeiten zu früh beginnt, riskiert die Förderfähigkeit.

    Bei einem Einfamilienhaus stellen private Eigentümer den Antrag grundsätzlich selbst. Ein Fachbetrieb kann technische Unterlagen und die BzA vorbereiten, ersetzt aber nicht die Antragstellerrolle des Eigentümers.

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    Welche technischen Anforderungen zählen?

    Eine Wärmepumpe wird nicht allein wegen ihres Gerätenamens gefördert. Die konkrete Anlage muss die technischen Mindestanforderungen erfüllen. Die BzA dokumentiert die geplante Technik und die förderfähigen Kosten.

    Zum geförderten Vorhaben können neben dem Wärmeerzeuger auch notwendige Umfeldmaßnahmen gehören. Ob eine Position anerkannt wird, hängt vom konkreten Projekt und den aktuellen KfW-Unterlagen ab.

    Zum Heizungstausch gehört außerdem die Optimierung des Heizungsverteilungssystems. Die KfW nennt dabei ausdrücklich den hydraulischen Abgleich beziehungsweise bei Luftheizungen die Anpassung der Luftvolumenströme. Für eine gute Wärmepumpenplanung sind zusätzlich Heizlast, Heizflächen, Vorlauftemperatur, Hydraulik, Schallschutz und Elektroanschluss zu prüfen.

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    Beispiel für ein Berliner Einfamilienhaus

    Das folgende Beispiel ist eine Rechenhilfe und keine Förderzusage.

    Annahmen:

  • selbstgenutztes Einfamilienhaus in Berlin
  • förderfähige Kosten: 28.000 Euro
  • funktionstüchtige Gasheizung, älter als 20 Jahre
  • zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen: 38.000 Euro
  • ein kindergeldberechtigtes Kind unter 18 Jahren
  • alle technischen und formalen Voraussetzungen sind erfüllt
  • BausteinSatzRechnerischer Betrag
    Grundförderung30 %8.400 Euro
    Klimageschwindigkeitsbonus16 %4.480 Euro
    Einkommensbonus40 %11.200 Euro
    Summe vor Deckelung86 %24.080 Euro
    Zuschuss nach 80-%-Deckel80 %22.400 Euro

    Der Familienzuschlag verschiebt in diesem Beispiel die maßgebliche Einkommensgrenze. Ohne Kind läge der Einkommensbonus bei 30 Prozent; die Summe aus Grundförderung, Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus läge dann bei 76 Prozent beziehungsweise 21.280 Euro.

    Sind die Projektkosten höher als 28.000 Euro, erhöht sich der Zuschuss für die erste Wohneinheit dadurch nicht automatisch. Kosten oberhalb der Fördergrenze bleiben im Beispiel Eigenanteil.

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    Ablauf von der Prüfung bis zur Auszahlung

    1. Gebäude und Bestandsheizung aufnehmen

    Erfasst werden unter anderem Gebäudeart, Eigentumsverhältnisse, Nutzung, Alter und Zustand der bestehenden Heizung sowie die geplanten technischen Maßnahmen.

    2. Wärmepumpe fachlich planen

    Die Leistung der Wärmepumpe sollte nicht aus Wohnfläche oder Verbrauch allein abgeleitet werden. Für die belastbare Auslegung sind Heizlast, Heizflächen und Systemtemperaturen entscheidend. Bei Mannhold Haustechnik kostet die Heizlastberechnung 583,10 Euro brutto.

    3. Förderfähigkeit und Kosten abgrenzen

    Fachbetrieb und gegebenenfalls Energieeffizienz-Experte prüfen, welche Kosten dem geförderten Vorhaben zugeordnet werden können. Danach wird die BzA erstellt.

    4. Vertrag mit Förderbedingung abschließen

    Der Vertrag muss die von der KfW geforderte aufschiebende oder auflösende Bedingung enthalten. Außerdem muss ein voraussichtliches Umsetzungsdatum innerhalb des Bewilligungszeitraums genannt sein.

    5. Antrag selbst im KfW-Portal stellen

    Der Eigentümer beantragt den Zuschuss mit der BzA-ID im Kundenportal „Meine KfW“. Bei WEG und Mehrfamilienhäusern gelten zusätzliche Regeln für Basis- und mögliche Zusatzanträge.

    6. Nach Zusage umsetzen

    Nach der Förderzusage kann die Umsetzung beginnen. Die KfW nennt aktuell einen Bewilligungszeitraum von 36 Monaten ab Zusage. Planung, Demontage, Installation, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme müssen vollständig dokumentiert werden.

    7. Nachweise einreichen

    Nach Abschluss erstellt der Fachbetrieb oder Energieeffizienz-Experte die Bestätigung nach Durchführung (BnD). Der Antragsteller reicht BnD, Rechnungen und gegebenenfalls weitere Bonusnachweise über das Portal ein. Erst nach erfolgreicher Prüfung wird der Zuschuss ausgezahlt.

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    Gilt in Berlin eine andere Förderhöhe?

    Die KfW-Heizungsförderung 458 ist ein Bundesprogramm. Für ein Wohngebäude in Berlin gelten daher dieselben KfW-Fördersätze und technischen Bedingungen wie in anderen Bundesländern.

    Ob zusätzlich ein Berliner, kommunales oder anderes Förderangebot genutzt werden kann, muss zum Antragszeitpunkt separat geprüft werden. Öffentliche Fördermittel lassen sich nicht beliebig addieren. Für dieselben förderfähigen Kosten darf nicht doppelt beantragt werden. Der KfW-Ergänzungskredit 358/359 und mögliche steuerliche Alternativen folgen eigenen Regeln und sollten vor der Entscheidung separat geprüft werden.

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    Häufige Fehler bei der Wärmepumpen-Förderung

  • Vertrag ohne Förderbedingung: Der Vertrag erfüllt dann möglicherweise nicht die KfW-Anforderungen.
  • Baubeginn vor dem Antrag oder der Zusage: Das kann die Förderung gefährden.
  • BzA und BnD verwechselt: Die BzA gehört vor den Antrag, die BnD nach der Ausführung.
  • Mit 80 Prozent fest gerechnet: Der Höchstsatz gilt nur bei passender Kombination und vollständigen Nachweisen.
  • Gesamtkosten mit förderfähigen Kosten gleichgesetzt: Nicht jede Projektposition wird automatisch anerkannt.
  • Hydraulischen Abgleich vergessen: Die Optimierung des Verteilungssystems gehört zu den Fördervoraussetzungen.
  • Veraltete Werte verwendet: Förderhöchstbetrag und Klimageschwindigkeitsbonus sinken ab Februar 2027.
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    Häufige Fragen zur Wärmepumpen-Förderung 2026

    Wie hoch ist die Förderung 2026?

    Für Privatpersonen sind seit dem 21. Juli 2026 je nach Voraussetzungen 30 bis maximal 80 Prozent der förderfähigen Kosten möglich. Bei einem Einfamilienhaus werden derzeit höchstens 28.000 Euro berücksichtigt. Der maximale Zuschuss beträgt damit 22.400 Euro.

    Muss der Antrag vor dem Auftrag gestellt werden?

    Vor der Antragstellung muss nach den aktuellen KfW-Regeln bereits ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag vorliegen. Er muss jedoch eine aufschiebende oder auflösende Bedingung zur Förderzusage enthalten. Der Antrag ist vor Beginn der Arbeiten zu stellen; umgesetzt wird nach der Zusage.

    Welche Wärmepumpen sind förderfähig?

    Elektrisch angetriebene Wärmepumpen können gefördert werden, wenn das Bestandsgebäude und die geplante Anlage die geltenden technischen Mindestanforderungen erfüllen. Die konkrete Förderfähigkeit wird in der BzA bestätigt.

    Wer stellt den Antrag?

    Bei einem privaten Einfamilienhaus stellt der im Grundbuch eingetragene Eigentümer den Antrag grundsätzlich selbst im Kundenportal „Meine KfW“. Fachunternehmen oder Energieeffizienz-Experten bereiten die technischen Bestätigungen vor.

    Ist die Förderung garantiert?

    Nein. Die Förderung steht unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel; ein Rechtsanspruch besteht nicht. Deshalb formuliert Mannhold Haustechnik keine pauschale Förderzusage.

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    Förderung für Ihr Gebäude prüfen lassen

    Eine belastbare Prüfung beginnt nicht beim Prozentwert, sondern beim Gebäude. Wir klären Bestandsheizung, Heizlast, Heizflächen, Systemtemperaturen und den geplanten Wärmepumpentyp. Daraus entsteht ein technisch und förderlogisch abgestimmter Projektweg für Berlin und Brandenburg.

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    Weiterführend: Wärmepumpe 2026 – Kosten, Förderung und Planung in Berlin

    Quellen und Stand

  • KfW: Aktuelle Informationen zur Heizungsförderung
  • KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude, Zuschuss 458
  • KfW: Neue Bedingungen der Heizungsförderung seit 21. Juli 2026
  • Alle Angaben wurden am 14. Oktober 2026 geprüft. Förderbedingungen können sich ändern.

    Förderung für Ihr Gebäude prüfen lassen

    Wir prüfen Bestandsheizung, Heizlast, Heizflächen und die geplante Wärmepumpe. So entsteht ein technisch und förderlogisch abgestimmter Projektweg für Berlin und Brandenburg.

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