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Wärmepumpe Förderung 2026 – Alle Zuschüsse, Boni & Antragsschritte im Überblick

Bis zu 70 % Förderung für Ihre neue Wärmepumpe – wenn Sie die Regeln kennen. Alle Boni, Rechenbeispiele und der genaue Antragsweg erklärt.

Mannhold Haustechnik
13 Min. Lesezeit
Beratung zur KfW- und BAFA-Förderung für die Wärmepumpe

Auf einen Blick: Was ist 2026 möglich?

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) macht den Wärmepumpentausch 2026 so attraktiv wie nie. Wer alle Boni kombiniert, bekommt bis zu 70 % der förderfähigen Kosten zurück – bei einem Einfamilienhaus können das über 20.000 € sein.

Kurz-Übersicht: Alle Förderbausteine 2026

FörderkomponenteZuschussVoraussetzung
Grundförderung30 %Einbau einer Wärmepumpe (Pflichtbaustein)
Klimageschwindigkeitsbonus+ 20 %Austausch einer noch funktionsfähigen Gas-/Ölheizung
Einkommensbonus+ 30 %Zu versteuerndes Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr
Effizienzbonus+ 5 %Natürliches Kältemittel (z. B. R290 Propan)
Maximum kombiniert70 %Kumulierbar, Deckelung bei 70 %

Förderfähige Kosten: Maximal 30.000 € für das erste selbstgenutzte Wohngebäude – das ergibt bei 70 % Förderung einen Maximalzuschuss von 21.000 €.

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Die vier Förderbausteine im Detail

1. Grundförderung (30 %)

Die Grundförderung ist immer dabei, sobald Sie eine Wärmepumpe (Luft-Wasser, Sole-Wasser oder Wasser-Wasser) als Hauptheizung einbauen. Sie gilt auch, wenn Sie von einer Wärmepumpe auf eine neuere wechseln.

Wichtig für Vermieter: Eigentümer von Mietwohngebäuden bekommen ebenfalls 30 % Grundförderung, jedoch nicht den Einkommensbonus.

2. Klimageschwindigkeitsbonus (+ 20 %)

Wer eine noch funktionierende fossile Heizung (Gas, Öl, Kohle) vorzeitig austauscht, erhält zusätzlich 20 %. Die Anlage muss also nicht defekt sein – im Gegenteil: Wer wartet, bis die Heizung ausfällt, verliert diesen Bonus.

Ausnahme: Wärmepumpen, die eine andere Wärmepumpe ersetzen, erhalten den Klimabonus nicht.

3. Einkommensbonus (+ 30 %)

Der größte Einzelbonus: +30 % für Haushalte mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von maximal 40.000 €/Jahr. Das entspricht einem Bruttogehalt von grob 50.000–55.000 € (je nach Steuerklasse).

Nachgewiesen wird das Einkommen über den letzten Einkommensteuerbescheid. Der Einkommensbonus ist nur für selbst genutztes Wohneigentum verfügbar – Vermieter sind ausgeschlossen.

4. Effizienzbonus (+ 5 %)

Wer eine Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel (R290 Propan oder R744 CO₂) wählt, bekommt 5 % extra. Viele aktuelle Modelle – darunter die Vaillant aroTHERM plus – nutzen R290 und sind damit direkt bonusberechtigt.

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Drei realistische Rechenbeispiele

Beispiel A: Familie mit mittlerem Einkommen, Altbau Berlin-Pankow

  • EFH, 140 m², Baujahr 1965
  • Funktionierende Gasheizung (14 Jahre alt)
  • Haushaltseinkommen: 72.000 €/Jahr
  • Vaillant aroTHERM plus 10 kW (R290), Gesamtkosten: 26.000 €
  • BonusProzentBetrag
    Grundförderung30 %7.800 €
    Klimageschwindigkeitsbonus20 %5.200 €
    Effizienzbonus R2905 %1.300 €
    Summe55 %14.300 €

    Eigenanteil: 11.700 € – für eine neue, dauerhaft günstige Heizung.

    Beispiel B: Rentnerhaushalt, Einfamilienhaus Berlin-Steglitz

  • EFH, 120 m², Baujahr 1978
  • Ölheizung (22 Jahre, noch funktionsfähig)
  • Haushaltseinkommen: 28.000 €/Jahr (Renteneinkünfte)
  • Daikin Altherma 8 kW, Gesamtkosten: 22.000 €
  • BonusProzentBetrag
    Grundförderung30 %6.600 €
    Klimageschwindigkeitsbonus20 %4.400 €
    Einkommensbonus30 %6.600 €
    Summe80 % → gedeckelt auf 70 %15.400 €

    Eigenanteil: 6.600 € – die maximale Förderung greift vollständig.

    Beispiel C: Junges Paar, Neubau-Reihenhaus Potsdam

  • RH, 110 m², Neubau ohne Heizung
  • Haushaltseinkommen: 58.000 €/Jahr
  • Luft-Wasser-WP 6 kW, Gesamtkosten: 18.000 €
  • Da keine alte fossile Heizung getauscht wird, entfällt der Klimageschwindigkeitsbonus.

    BonusProzentBetrag
    Grundförderung30 %5.400 €
    Summe30 %5.400 €

    Eigenanteil: 12.600 € – trotzdem ein erheblicher Zuschuss.

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    Schritt-für-Schritt: So beantragen Sie die Förderung

    Die Reihenfolge ist verbindlich – wer sie nicht einhält, verliert den Anspruch.

    Schritt 1: Kostenvoranschlag vom Fachbetrieb einholen

    Wir besichtigen das Objekt, berechnen die Heizlast und erstellen einen detaillierten Kostenvoranschlag. Das Dokument benötigen Sie für den Antrag.

    Schritt 2: Online-Antrag bei der KfW stellen (BEG 458)

    Vor jeder schriftlichen Beauftragung muss der Antrag im KfW-Portal eingereicht werden:

  • Konto im KfW-Zuschussportal anlegen
  • Programm „Heizungsförderung für Privatpersonen (458)" wählen
  • Kostenvoranschlag und ggf. Einkommensteuerbescheid hochladen
  • Antrag absenden – Sie erhalten eine Antragsnummer
  • ⚠️Achtung: Die Antragsnummer reicht nicht als Genehmigung. Erst der Zuwendungsbescheid erlaubt die Beauftragung.

    Schritt 3: Zuwendungsbescheid abwarten (4–8 Wochen)

    Die KfW prüft den Antrag und schickt den Bescheid per Post oder als Download im Portal. Bearbeitungszeit aktuell: 4 bis 8 Wochen.

    Schritt 4: Fachbetrieb schriftlich beauftragen

    Erst jetzt – nach Erhalt des Zuwendungsbescheids – darf die schriftliche Beauftragung erfolgen. Wir koordinieren dann Lieferzeit und Installationstermin.

    Schritt 5: Installation und Abnahme

    Die Wärmepumpe wird eingebaut, in Betrieb genommen und der hydraulische Abgleich durchgeführt (für alle Förderprogramme Pflicht).

    Schritt 6: Verwendungsnachweis einreichen

    Nach Abschluss laden Sie die Rechnung und den Bestätigungsnachweis (BzA, ausgestellt durch uns als Fachbetrieb) im Portal hoch.

    Schritt 7: Auszahlung

    Der Zuschuss wird direkt auf Ihr Konto überwiesen – typisch innerhalb von 2 bis 4 Wochen nach Prüfung.

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    Besonderheiten für Berliner Haushalte

    In Berlin gibt es keine eigene Landesförderung für Wärmepumpen, die parallel zur BEG läuft. Die Bundesförderung ist der entscheidende Hebel. Dennoch gibt es Berliner Besonderheiten:

  • Denkmalschutz: Bei denkmalgeschützten Gebäuden (häufig in Mitte, Prenzlauer Berg, Charlottenburg) ist eine WP technisch oft möglich, aber die Außenaufstellung des Geräts muss mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden. Das kostet Vorlaufzeit – den Förderantrag können Sie trotzdem stellen.
  • Berliner Mietrecht: Vermieter dürfen die Investitionskosten anteilig auf die Miete umlegen (Modernisierungsumlage), erhalten aber keinen Einkommensbonus. Die 30 % Grundförderung plus ggf. Klimabonus gelten jedoch.
  • Berliner Energieagentur (BEA): Bietet kostenlose Beratung zu Fördermitteln an. Sinnvoll als ergänzende Anlaufstelle, ersetzt aber keine Fachplanung.
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    Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

    Auftrag erteilt bevor der Zuwendungsbescheid da war

    Das ist der häufigste Fehler. Selbst ein mündlicher Auftrag oder eine Anzahlung kann die Förderung gefährden. Warten Sie immer auf den Bescheid.

    Einkommensbonus nicht beantragt

    Viele Haushalte mit Renteneinkünften oder Teilzeitarbeit liegen unter der 40.000-€-Grenze und wissen es nicht. Prüfen Sie Ihren letzten Steuerbescheid.

    Alte Heizung entsorgt bevor die Dokumentation fertig ist

    Der Klimageschwindigkeitsbonus setzt voraus, dass die alte Heizung noch funktionsfähig war. Die korrekte Dokumentation durch den Fachbetrieb vor der Demontage ist Pflicht.

    Hydraulischen Abgleich nicht beauftragt

    Er ist fördertechnisch Pflicht und wird im BzA dokumentiert. Fehlt er, kann die KfW die Auszahlung verweigern.

    Falsches Kältemittel gewählt

    Für den 5 %-Effizienzbonus müssen Anlage und Kältemittel beim Antrag korrekt angegeben sein. Wir achten bei der Angebotserstellung darauf.

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    Förderung für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)

    Auch Eigentümergemeinschaften können die Heizungsförderung beantragen – der Antrag wird durch die WEG als Antragstellerin gestellt. Jede Wohnung hat eigene Förderobergrenzen (30.000 €/Wohneinheit förderfähige Kosten). Der Ablauf ist etwas komplexer, weil ein WEG-Beschluss vorangehen muss. Wir beraten WEGs auf Anfrage.

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    Häufige Fragen zur Wärmepumpe Förderung 2026

    Kann ich Förderung und Steuerbonus kombinieren?

    Nein. Wer die BEG-Zuschussförderung in Anspruch nimmt, kann nicht zusätzlich den Steuerbonus nach § 35c EStG geltend machen. Beides gleichzeitig für dieselbe Maßnahme ist ausgeschlossen.

    Gilt die Förderung auch für Wärmepumpe + Photovoltaik?

    Ja, aber als getrennte Maßnahmen. PV-Anlagen haben eigene Programme (KfW 270 Kredit). Die BEG-Heizungsförderung deckt nur die Wärmepumpe plus direkt zugehörige Anlagenteile ab.

    Was ist, wenn mein Antrag abgelehnt wird?

    Sie können Widerspruch einlegen oder den Antrag mit korrigierter Dokumentation neu stellen. Häufige Ablehnungsgründe: fehlende Nachweise, falsche Programmauswahl oder Beauftragung vor Antragstellung.

    Wie lange gilt der Zuwendungsbescheid?

    In der Regel 18 bis 24 Monate ab Ausstellungsdatum. Die Installation muss innerhalb dieser Frist abgeschlossen und der Verwendungsnachweis eingereicht sein.

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    Unser Service: Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess

    Bei Mannhold Haustechnik übernehmen wir die fördertechnische Vorbereitung als Teil unserer Beratung:

    Heizlastberechnung und förderfähiger Kostenvoranschlag

    Beratung zur optimalen Bonus-Kombination für Ihren Haushalt

    Hilfestellung bei der KfW-Antragstellung

    Durchführung des hydraulischen Abgleichs (Pflichtnachweis)

    Ausstellung des Bestätigungsnachweises (BzA) nach Installation

    Erste Schritte: Fordern Sie jetzt eine unverbindliche Preisschätzung an – wir prüfen gleichzeitig Ihre Förderkombination.

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    Weiterführende Ratgeber

  • Was kostet eine Wärmepumpe 2026? Kosten, Förderung & Berlin-Tipps
  • Wärmepumpe im Altbau – Funktioniert das auch ohne Fußbodenheizung?
  • Heizungstausch 2026: Was das GEG für Hausbesitzer bedeutet
  • Wärmepumpe installieren lassen – Leistung & Beratung
  • Praxis-Check: Was wir vor einer Empfehlung prüfen

    Bei Heizungsfragen reicht eine allgemeine Antwort selten aus. Entscheidend sind Gebäudezustand, Heizflächen, bisherige Verbrauchswerte, Platz für Technik, Schallschutz, Elektroanschluss, Förderfähigkeit und die Frage, wie das Haus tatsächlich genutzt wird. Deshalb trennen wir im ersten Schritt immer zwischen einer groben Orientierung und einer belastbaren Projektplanung.

    Für Eigentümer in Berlin und Potsdam bedeutet das: Eine Wärmepumpe kann sehr sinnvoll sein, muss aber zur Vorlauftemperatur und zur Hydraulik passen. Eine Gastherme kann bei Wartung oder Austausch kurzfristig wirtschaftlich sein, sollte aber gegen CO₂-Kosten, GEG-Vorgaben und spätere Modernisierung geplant werden. Beim hydraulischen Abgleich zählen nicht nur Ventile, sondern auch Volumenstrom, Pumpeneinstellung und Dokumentation.

    Vor einem Angebot sammeln wir die wichtigsten Eckdaten strukturiert: Wohnfläche, Baujahr, Dämmstandard, vorhandene Heizkörper, Warmwasserbereitung, bisherige Energieverbräuche und gewünschter Zeithorizont. Daraus entsteht zuerst eine Preisschätzung. Für die finale Auslegung folgen technische Prüfungen wie Heizlastberechnung, Hydraulik-Check und eine Abstimmung der Förderunterlagen.

    Wichtig ist auch die Abgrenzung: Dieser Ratgeber richtet sich an Eigentümer und Hausverwaltungen, die eine fundierte erste Entscheidung vorbereiten möchten. Er ersetzt keine Vor-Ort-Prüfung, hilft aber, typische Fehler früh zu vermeiden: zu kleine Heizflächen, falsche Leistungsgröße, unklare Förderreihenfolge, fehlende Dokumentation oder eine Anlage, die später nur mit hoher Temperatur effizient wirken soll.

    Wenn Sie bereits Angebote vergleichen, achten Sie nicht nur auf den Gesamtpreis. Prüfen Sie, ob Nebenarbeiten, Elektro, Fundament, Kondensat, Speicher, Demontage, hydraulischer Abgleich, Einweisung und Förderunterlagen enthalten sind. Ein transparentes Angebot beschreibt Leistung, Grenzen und Annahmen klar. Genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob ein Projekt im Alltag stressfrei bleibt.

    Förderantrag Schritt für Schritt vorbereiten

    1. 1.Bestandsheizung, Eigentumsverhältnis und Gebäudeart klären.
    2. 2.Technische Zielanlage mit Fachbetrieb abstimmen, bevor ein Auftrag ausgelöst wird.
    3. 3.Förderfähige Kosten inklusive Umfeldmaßnahmen sauber abgrenzen.
    4. 4.Angebot und technische Bestätigung vorbereiten.
    5. 5.Antrag im passenden Förderportal stellen und Eingangsbestätigung sichern.
    6. 6.Erst danach beauftragen, Termine planen und Umsetzung dokumentieren.
    7. 7.Nach Abschluss Rechnungen, Fachunternehmererklärung und Nachweise einreichen.
    JahrFörderlogikPraxis-Hinweis
    2024KfW-Heizungsförderung mit Grundförderung und BoniAntragstellung vor Beauftragung besonders wichtig
    2025Fortführung der Bonuslogik mit technischen NachweisenDokumentation und Fachunternehmernachweise früh sammeln
    2026Bis zu 70 Prozent möglich, abhängig von VoraussetzungenFörderfähigkeit immer vor Projektstart prüfen lassen

    Wie viel Förderung steht Ihnen zu?

    Nutzen Sie unseren Förderrechner und starten Sie anschließend Ihr Projekt mit einer Preisschätzung.

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