
Wann muss ein Heizkörper entlüftet werden?
Luft im Heizkörper entsteht durch gelöstes Gas im Heizwasser, das sich bei Druckveränderungen absetzt. Typische Anzeichen:
Wann entlüften? Idealerweise zu Beginn der Heizsaison (September/Oktober) oder sobald eines der Symptome auftritt. Auch nach Heizungsarbeiten oder Wassernachfüllung ist Entlüften ratsam.
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Was Sie brauchen
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Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Heizung aufdrehen, Pumpe laufen lassen
Schalten Sie die Heizung an und warten Sie, bis die Anlage auf Betriebstemperatur ist. Die Umwälzpumpe muss laufen, damit Luft nach oben wandert.
Schritt 2: Entlüftungsventil finden
Das Entlüftungsventil befindet sich meist oben seitlich am Heizkörper – ein kleines Vierkantstück, oft aus Messing. Manche Heizkörper haben automatische Entlüfter (kleines weißes oder rotes Ventil), die selbsttätig arbeiten.
Schritt 3: Heizkörper kurz abkühlen lassen (optional aber empfehlenswert)
Drehen Sie das Thermostatventil zu und warten Sie 5–10 Minuten. Das vermeidet Verbrühungsgefahr durch heißes spritzenes Wasser.
Schritt 4: Entlüftungsventil öffnen
Halten Sie Gefäß oder Lappen ans Ventil. Drehen Sie den Schlüssel langsam gegen den Uhrzeigersinn (ca. eine halbe Umdrehung). Sie hören zunächst zischendes Entweichen der Luft.
Schritt 5: Warten bis Wasser fließt
Sobald kontinuierlich Wasser austritt (kein Zischen mehr), drehen Sie das Ventil sofort wieder im Uhrzeigersinn zu. Kein Wasser ablassen, als wäre es ein Ablasshahn.
Schritt 6: Druck prüfen und nachfüllen
Nach dem Entlüften kann der Systemdruck abgefallen sein. Prüfen Sie das Manometer am Heizkessel (Normaldruck: 1,5–2,0 bar im kalten Zustand). Liegt er darunter:
Achtung: Regelmäßiges Nachfüllen (öfter als 1–2 × pro Jahr) deutet auf ein Leck oder ein defektes Ausdehnungsgefäß hin. Dann Fachbetrieb rufen.
Schritt 7: Alle Heizkörper prüfen
Entlüften Sie alle Heizkörper der Anlage – nicht nur den auffälligen. Beginnen Sie im Erdgeschoss und arbeiten Sie sich nach oben vor.
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Typische Fehler beim Entlüften
| Fehler | Folge | Richtig |
|---|---|---|
| Ventil zu weit aufdrehen | Wasser spritzt unkontrolliert | Nur ½ Umdrehung |
| Zu langes Entlüften | Druckverlust, Luft zieht nach | Sofort schließen wenn Wasser fließt |
| Druck nicht nachfüllen | Heizung arbeitet ineffizient | Immer Manometer prüfen |
| Nur einen Heizkörper entlüften | Luft verteilt sich wieder | Alle Heizkörper entlüften |
| Bei heißer Heizung entlüften | Verbrühungsgefahr | Vorher 10 min abkühlen |
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Wann muss ein Fachbetrieb ran?
Selbst entlüften ist sinnvoll bei normaler Luft im Heizkörper. Ein Fachbetrieb sollte beauftragt werden, wenn:
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Heizkörper entlüften bei Wärmepumpe – Besonderheiten
Bei Wärmepumpen-Anlagen ist das Entlüften prinzipiell gleich. Aber:
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Wie oft entlüften?
Einmal jährlich zu Beginn der Heizsaison ist eine gute Routine. Bei neueren Anlagen mit gutem Wasserchemismus seltener nötig. Bei Systemen mit häufiger Druckabfall-Tendenz häufiger prüfen.
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